Griechenland 2003

Es sollte wieder Griechenland sein.

Mit allem Equipment und ganze 3 Wochen. Um das zu erreichen nahmen wir diesmal die Fähre ab Triest. Die Planung lief schon lange vorher, nur auf einen genauen Termin konnten wir uns nicht festlegen. So mußte leider der Kartenkauf für die Fähre am Hafenschalter erledigt werden, was einen ganzen Tag Verzögerung brachte. Nach stundenlangen Schlange stehen, die Karten werden nach Restplätzen verkauft, ging's dann endlich los. Mit dem Einparken auf der Fähre hatten wir auch schon die nächste große Hürde geschafft. Wie ein gigantisches Parkhaus, jedoch recht eng, stellte der Laderaum manchen Autofahrer ganz schön auf die Probe.

Auf dem Oberdeck angekommen, entschädigt der malerische Ausblick auf das abendliche treiben am Hafen von Triest alles.

Mit dem Ablegen der Fähre entstand das Gefühl, dass jetzt der Urlaub richtig begonnen habe. Wir machten es uns erst mal bequem und genossen das Gefühl, unserem Traumziel endlich näher zu kommen..
Die Überfahrt ohne eigene Kabiene, das heißt, auf Deck im freien zu schlafen, ist wohl nicht jedermanns Sache, wird aber in den Sommermonaten von den meisten Reisenden angenommen.
Es war für uns einfach nur Begeisterung vom Anblick der slowenischen Küste, dem Sonnenuntergang auf See und den vorüberfahrenden Schiffen.

"Insel in Sicht" und das Rätsel "wie weit sind wir schon gekommen?" Das war die Preisfrage zwischen etlichen Bieren und beim Kartenspielen. Ein anderer Zeitvertreib war es, dem Auf und Ablaufen mancher Handybesitzer, die vergeblich versuchten ein Handynetz zu finden, zuzusehen. Mann könnte Bücher schreiben würde man das Treiben der Mitreisenden auf Papier bringen..



Mit auftauchen der albanischen Küste und später der Insel Corfu fand unsere Überfahrt langsam ein Ende. Im Hafen von Iougumenitsa gings von Bord, "erst mal abchecken ob nicht irgendwas am Bus oder Bootstrailer kaputt ist und einen Kaffe aus der Fahrzeugeigenen Bordküche" um dann frohen Mutes über die griechischen Berge zu fahren.

Schon kurz nach Igoumenitsa führte die Straße in die Berge. Trotz der Serpentinen und enormen Steigungen fiel uns immer wieder die rasante Fahrweise der Lkw´s auf. Mit unserem Gespann aus Mercedesbus und Bootstrailer konnten wir da keinesfalls mithalten. Wäre es nicht nachtschlafende Zeit gewesen hätten wir sicherlich die grandiose Landschaft genossen.

So aber überwog nur das Gefühl, dass die Berge nie ein Ende nehmen. Unsere Fahrweise war besonnen und Zeitdruck gab es schließlich auch keinen.
Trotzdem war das für unser Fahrzeug nicht gerade eine ruhige Fahrt, hatten doch die Bremsen immer wieder mächtig Arbeit zu verrichten. Ich kann an dieser Stelle jedenfalls jedem der eine solche Reise plant nur einen Tipp mitgeben.- Nur Fahrzeuge im einwandfreien Zustand überstehen eine solche Tortour.- Am Morgen hatten wir dann das gröbste geschafft. Raus aus den Bergen und rauf auf die neue Autobahn, immer Richtung Thessaloniki. Von hier aus war die Fahrt wieder erholsam und in unserer Erinnerung an frühere Reisen verging die Zeit auf dem Weg zum Meer wie im Flug.

Die lange Küstenstraße endlang, dann die Abzweigung nach Nea Peramos und durch den Ort wieder hinaus über den letzten Hügel bis hin zum ersten Blick nach Nea Iraklitsa. Mit der Einfahrt zum Campingplatz hatten wir wieder mal ca. 2400 Kilometer zurückgelegt. Anders als in Italien ist hier das Camp hier ziemlich locker. Erst mal Platz suchen und in Ruhe aufbauen. Anmelden kann man sich auch später noch.

Stadtbummel und ein paar Bier´chen ließen wir dann den Abend erst einmal gemütlich ausklingen und den Reisestress vergessen.
Von jetzt an gab es nur noch Ferien pur. Nun mag mancher sagen " ich steige lieber in den Flieger und mache auf Pauschal", so ist das dann "jedem sein Urlaub".
Wir aber sind durch und durch Camper, wenn möglich mit dem Sportboot und Fahrrad im Gebäck. Zum anderen, wie heist es so schön "wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben", und so beginnt der Urlaub für uns schon auf der Reise.griechisch essen", so unser Motto in der Taverne Paradiso. Mit einem Nach diesem Motto erlebten wir wieder einmal die schönsten Wochen des Jahres.